Vor vielen Jahren schrieb ich schon mal einen Betrag zum Thema „Hochsensibilität“. Doch wie so oft, bin ich mit meinen Angeboten und Themen der Zeit voraus und so war das Interesse nicht sehr groß.

Meine Kunden sind nicht nur erwachsene „Hochsensible“ sondern auch Eltern mit hochsensiblen Kindern.

So habe ich mich entschlossen das Thema „Hochsensibilität“ nochmals aufzugreifen.

Da Hochsensibilität ein sehr umfangreiches Thema ist, habe ich mich für eine Beitragsreihe entschieden.

Heute geht es um …

Kinder mit Hochsensibilität –
was Eltern unbedingt wissen müssen

 

Im 2. Beitrag geht es um: Hochsensibilität im Alltag

Im 3. Beitrag geht um Hochsensibilität im Beruf

 

HSP – so ist der Begriff für hochsensible Menschen – „highly sensitiv person“, sind Menschen, die ihr Umfeld mehr und intensiver wahrnehmen als andere Menschen.

Ich selbst bin nicht nur hochsensibel, sondern dazu auch hellsichtig. Beruflich ist das eine geniale Kombination, privat oft schwierig.

 

Die US-amerikanische Psychologin Elaine Aron hat das Phänomen HSP 1997 beschrieben, die Forschung reicht zurück bis in die siebziger Jahre. Inzwischen wird auch in Deutschland geforscht. Es gibt Selbsthilfegruppen, Webseiten, Vorträge, Tests, …

Ich persönlich sehe das etwas zwiespältig: Es besteht dabei die Gefahr, dass Menschen noch mehr in Schubladen katalogisiert werden und dabei die Betrachtung des Individuums verloren geht.

 

Stelle dir folgende Situation vor:

Du sitzt in deinem Wohnzimmer und liest ein spannendes Buch. Jetzt macht jemand den Fernseher an, laut. Dann läuft plötzlich auch der Radio. Dein Wohnraum füllt sich mit Menschen, die sich alle angeregt unterhalten. Und du hörst die Stimmen und Worte der Sprecher im Radio und Fernsehen und die der Anwesenden, du nimmst ihre Gefühle wahr – Traurigkeit, Freude, Ärger, Wut, so als ob es deine eigenen sind. Und du liest auch noch dein Buch. Alles gleichzeitig.

Das geschieht bei hochsensiblen Menschen. Du kannst dir vorstellen, wie schnell es da zu einer Reizüberflutung kommt. Die Folgen sind zum Beispiel:

  • Stress
  • Erschöpfung
  • Kreislaufprobleme
  • Atemprobleme
  • Bluthochdruck
  • Aggression
  • Rückzug

 

Hochsensible Kinder

 

In meiner Kindheit sprach ich vermutlich wie alle Kinder, besonders hochsensible, Wahrheiten aus. Ich bin selbst Mutter von 4 Kindern und weiß, es ist nicht immer angenehm, wenn einem das Kind den Spiegel vorhält und mit den eigenen Schattenseiten konfrontiert.

Meine Eltern haben so reagiert:

Entweder haben sie sich von mir abgewandt. Ich höre heute noch meinen Vater, der dann sagte, ich spreche erst wieder, wenn du „normal“ bist. Das hieß, wenn ich das sage, was er hören will.
Die andere Reaktion war Aggression und Wut.
So wurde ich programmiert, ich werde geliebt, wenn ich das sage, was andere hören wollen.
Als hochsensibles und hellsichtiges Kind wusste ich natürlich, was das ist. Und ich habe mein wahres Selbst immer mehr weggepackt, mich angepasst und perfekt funktioniert.
Viele Jahre. Bis ich sehr krank wurde und mein Leben einen Wendepunkt erfuhr. Es kamen harte Jahre der Transformationsarbeit.

Du gehst, ich denke sehr liebevoll und achtsam mit deinem Kind um.

 

 

Das solltest du unbedingt über dein hochsensibles Kind wissen:

›  Dein Kind nimmt nicht nur die Stimmungen der Eltern, sondern des gesamten Familiensystems wahr

  Dein Kind steht in Kontakt mit den Verstorbenen

  Dein Kind versucht alles, um Harmonie zu schaffen

  Dein Kind weiß genau, was die Eltern von ihm erwarten und möchte das erfüllen

  Dein Kind kann sich perfekt anpassen und funktionieren und sein wahres Selbst verbergen

  Es nimmt Gerüche, Kälte, Hitze, Licht, Lärm viel intensiver wahr

  Dein Kind ist vielseitig interessiert, neugierig, kreativ

 

Das machen zwar alle Kinder. Hochsensible Kinder nehmen jedoch die Dinge mehr und intensiver wahr und überfordern sich dadurch um ein Vielfaches.

Krankheiten, Schlafprobleme, Wutanfälle, Ängste, Überforderung, … sind nur einige der Auswirkungen.

 

Was hochsensible Kinder brauchen

 

Meine Tipps für Eltern

Weniger Programm – mehr Ruhe:
Das beginnt bei den Spielsachen, denkt daran, euer Kind ist kreativ und neugierig, es möchte die Dinge selbst entdecken.

Kita, Kindergarten, Schule ermüden hochsensible Kinder mehr wie andere. Sie brauchen öfter Zeit nur für sich. Ruhephasen sind sehr wichtig.

Hochsensible Kinder benötigen wenig Freizeitprogramm. Gruppensport ist weniger geeignet.

Denaturierte und industriell hergestellte Nahrungsmittel werden schlecht vertragen.

Hochsensible Kinder sind oft wenig geerdet. Es sind die Träumer, sie sind oft abwesend, was auch ein Schutz vor dem zu Vielen ist.

Sie sind die Kinder, die den Erwachsenen Spaß bringen, gute Laune verbreiten. So ist es oft schwer die Grenze zu erkennen, ob es aus dem Wesen des Kindes geschieht oder weil das Kind weiß, was gefällt. Und damit das wahre Potential wenig erkannt wird.

 

Jetzt könnte ich noch endlos weiter schreiben. Und als Energetikerin habe ich so meine Techniken und Möglichkeiten. Bei Energiearbeit ist Präzision ein wichtiger Faktor. Es gibt zwar einige allgemein gültige Methoden, doch jedes Kind ist einzigartig und braucht eine maßgeschneiderte Hilfe.

Viel lieber gehe ich auf deine Fragen ein.

Schreibe mir in einer Email mit dem Betreff: „Hochsensibel“ was dich bei dem Thema bewegt.

Ich freue mich.

 

Möchtest du mehr zu dem Thema erfahren, hast du Interesse an einer geschlossenen Gruppe für Eltern mit hochsensiblen Kindern?

Dann trage dich bitte in die Liste ein.

 

 

 

Hochsensibel / Kinder mit Hochsensibilität
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